Menschen in Hühnerkostümen stehen am Samstag dicht aneinandergedrängt auf dem Platz von Netanya in Dortmund und halten Schilder mit Aufschriften wie „Eier sind Tierqualprodukte“. Mit dieser Aktion macht das freiwillige Streetteam Dortmund auf das Leid der Hühner in der Eierindustrie aufmerksam. Tote Hennen, Knochenbrüche, entzündete Kloaken und kahlgepickte Tiere – immer wieder zeigen Veröffentlichungen, wie es Hühnern fernab der Werbeidylle geht. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um konventionelle Großbetriebe oder den „Bauern von nebenan“ handelt.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 11. April 2026
Uhrzeit: 13:00 bis 14:00 Uhr
Ort: Platz von Netanya, Hansastraße 49, 44137 Dortmund
Ansprechpartner vor Ort: Tim Werner(Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Mit dem Konsum von Eiern nehmen viele Menschen das Leiden und den Tod zahlreicher Hühner in Kauf“, so Streetteam-Leitung Tim Werner. „Hennen werden in der Eierindustrie in jeder Haltungsform zu reinen Produktionsgütern degradiert und schon nach kurzer Zeit getötet. Wer Eier oder eihaltige Produkte kauft, ist zudem für den Tod von Millionen männlichen Hühnern verantwortlich. Wir appellieren an das Mitgefühl der Menschen: Entscheiden Sie sich für die zahlreichen veganen Ei-Alternativen.“
Überzüchtung, Stress und Krankheiten – das Leben der Tiere in der Eierindustrie
Hühner leben am liebsten in kleinen Gruppen, kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs und picken nach Nahrung. Zur Gefiederpflege nehmen sie Sandbäder in der Sonne, zur Ruhe ziehen sie sich ins Geäst von Bäumen zurück. In der Eierindustrie hingegen sind die sensiblen Tiere zu einem Leben voller Leid gezwungen – ganz gleich, ob konventionelle Haltung oder Biohaltung. Küken schlüpfen nicht in der Nähe ihrer Mütter, sondern werden in Plastikkisten in „Brütereien“ ausgebrütet. Wurden die männlichen Embryonen nicht im Ei getötet, werden sie als Küken auf Fließbändern nach Geschlecht sortiert. Die männlichen Tiere verfrachtet man seit Verbot des Kükentötens teils auf lange Transporte und mästet sie wochenlang in kargen Hallen, bis sie im Schlachthaus sterben. Allein in Deutschland sind rund 40 Millionen sogenannte Legehennen aufgrund der Qualzucht gezwungen, bis zu 300 Eier im Jahr oder mehr zu legen. Das sind etwa zehnmal mehr, als es die Natur zur Fortpflanzung ursprünglich vorgesehen hat. Infolge der hohen Ei-Anzahl werden sie meist schon nach kurzer Zeit krank: Entzündete Eileiter und Kloaken, Knochenbrüche sowie Kalziummangel sind häufige Folgen. Wenn die ausgemergelten Hennen nach etwa anderthalb Jahren weniger Eier legen, werden sie im Schlachthaus getötet.
Eifreie Alternativen
Im Durchschnitt essen die Deutschen pro Kopf etwa 230 Eier im Jahr, Tendenz steigend. Über die Hälfte davon verzehren sie in verarbeiteten Produkten wie Nudeln oder Gebäck sowie im Restaurant. PETA informiert mit der Kampagne „Mach dich eifrei“ über die Eierindustrie und zeigt Alternativen auf. Auf der Website der Tierrechtsorganisation finden Interessierte zahlreiche vegane Rezepte.
Das PETA Streetteam Dortmund ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Dieses und weitere Bilder stehen hier zum Download für die Berichterstattung bereit.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
