Gestern stand die Dompteurin und Tigerhalterin Carmen Zander wegen Verstößen gegen das Naturschutzgesetz in Eilenburg vor Gericht. Sie hatte trotz fehlender behördlicher Erlaubnis für die Zurschaustellung der Tiere an Ostern eine Tigerschau veranstaltet sowie das Streicheln der Tiger-Jungtiere gegen Bezahlung angeboten. Obwohl das Strafrecht Gefängnisstrafen ab drei Monaten vorsieht, wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Als Auflage muss Zander 1000 Euro an den Tierschutzverein Wurzen zahlen. Dr. Yvonne Würz, Biologin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:
„Wir sind enttäuscht über die Einstellung des Verfahrens gegen Carmen Zander. Noch enttäuschender ist jedoch, dass das Leid der Tiger kaum Beachtung findet. Zander inszeniert sich als Opfer, doch die wahren Opfer sind ihre Tiger – eingesperrt, dressiert und zur Schau gestellt, um Menschen zu unterhalten. Das ist keine Tierliebe, sondern Ausbeutung. Dass ein solches Verhalten praktisch folgenlos bleibt, ist ein Schlag ins Gesicht des Tierschutzes – und zeigt erneut, wie dringend ein umfassendes Tierverbot in Zirkussen notwendig ist.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
