Main-Tauber Weihnachtscircus hält an Tierleid fest: PETA kritisiert Verantwortliche und fordert Wildtierverbot von Bundesregierung

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Traurige Weihnachten für Tiere: Während die meisten Weihnachtszirkusse in Deutschland zumindest keine Wildtierdressuren mehr oder sogar ein komplett tierfreies Programm zeigen, geht der Main-Tauber Weihnachtscircus in Bad Mergentheim einen altbekannten Weg: Ab Freitag werden hier auch in diesem Jahr wieder Wildtiere wie Seelöwen in die Manege gezwungen. Seelöwen, Kamele, Pferde und andere Tiere leiden im Zirkus unter artwidrigen Haltungsbedingungen und einer meist von Gewalt und Zwang geprägten Dressur. Patagonische Seelöwen sind schnelle Schwimmer und tauchen in der Natur bis zu 320 Meter tief. In Zirkusbetrieben werden sie in kleinen, flachen Becken und nachts in Käfigwagen gehalten. PETA appelliert deshalb eindringlich an alle Tierfreunde, diese tierquälerischen Shows nicht zu besuchen und für ein artenübergreifendes Fest der Liebe keine Tickets dafür zu verschenken.

„Es ist erschütternd, dass man in Bad Mergentheim im Jahr 2025 noch immer Tierquälerei als Unterhaltung verkauft. Das ist ein Armutszeugnis für den Tierschutz“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „Die Politik muss endlich handeln – daher appellieren wir an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, dem Beispiel anderer EU-Länder zu folgen und endlich zumindest Wildtiere bundesweit aus der Manege zu verbannen.“

Tiere leiden im Zirkus

PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus. Die Haltung und Zurschaustellung sind für sie untrennbar mit Leid verbunden. Die ständigen Transporte, die viel zu kleinen Gehege und eine Dressur, die gerade bei Wildtieren von Gewalt und Zwang geprägt ist, führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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