Zum World Octopus Day: PETA fordert Pescobar auf, Oktopusdöner von der Speisekarte zu streichen

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Anlässlich des heutigen Welttags des Oktopus (World Octopus Day) wendet sich PETA an den Geschäftsführer der Pescobar Karlsruhe. In einem Schreiben fordert ihn die Tierschutzorganisation auf, den vielseits kritisierten Oktopus-Kebap vom Menü zu streichen und stattdessen vegane Döner anzubieten.

„Oktopusse sind sensible, neugierige und hochintelligente Individuen, die Schmerzen empfinden – sie gehören in den Ozean und nicht ins Dönerbrot. Gerade am Welttag des Oktopus appellieren wir an die Pescobar Karlsruhe, den viel kritisierten Oktopus-Kebap endlich von der Speisekarte zu streichen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin bei PETA. „Oktopusse sind Individuen, keine Zutaten. Vegane Döner sind frei von Gewalt und Tod und schützen die Meeresfauna. Damit kann die Gastronomie zeigen, dass Genuss ohne Tierleid sich großer Beliebtheit erfreut.“

Oktopusse spüren Schmerz und zeigen Emotionen

Die Wissenschaft ist sich einig: Kraken sind empfindsame Lebewesen, die Schmerzen spüren und über die sekundenbruchteilschnelle Veränderung ihrer Körperfarbe Emotionen äußern können. [1] Trotzdem gibt es derzeit in der EU keine gesetzlichen Vorgaben zu ihrem Schutz. Immer mehr Menschen werden auf das Problem aufmerksam und sprechen sich gegen den Tiermissbrauch aus. Auch die auf Gran Canaria geplante, weltweite erste Kraken-Aquakultur konnte dank der Unterstützung von Menschen weltweit, die dagegen protestiert haben, verhindert werden.

Kraken sind „Genies der Meere“

Kraken gelten als die intelligentesten wirbellosen Tiere. Sie sind zu komplexen Denkleistungen fähig, nutzen Werkzeuge, lernen durch Beobachtung und kommunizieren über ihre Haut. Sie sind Verwandlungskünstler; männliche Tiere können sich als weibliche Tiere tarnen und so Rivalen austricksen. Bei der Jagd kooperieren sie mit Muränen und Zackenbarschen. [2] Laut dem Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke sind Tintenfische sehr verspielt und finden ihre Zeitgenossen, ob Mensch oder Tier, auch unterschiedlich sympathisch. Britische Wissenschaftler der London School of Economics and Political Science bestätigen, dass Kraken hochintelligente und schmerzempfindliche Lebewesen sind, die Gefühle wie Freude, Angst und Aufregung spüren können. [3]

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Frans B. M. de Waal and Kristin Andrews (2022): The question of animal emotions. Science, 375(6587), 1351     –1352. Online abrufbar unter: DOI: 10.1126/science.abo2378 (10.03.2022)
[2] Sampaio, E. Sridhar, V. H. Francisco, F. A. et al.: Multidimensional social influence drives leadership and composition-dependent success in octopus–fish hunting groups. Nat Ecol Evol (2024). https://doi.org/10.1038/s41559-024-02525-2
[3] Birch, Jonathan & Burn, Charlotte & Schnell, Alexandra & Browning, Heather & Crump, Andrew (2021) Review of the Evidence of Sentience in Cephalopod Molluscs and Decapod Crustaceans.

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